5. Zahnzusatzversicherung bei Knochenaufbau
Für den Knochenaufbau leistet die gesetzliche Krankenkasse nicht - er gehört nicht zur Regelversorgung. Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt diese Kosten dagegen bis zu 100 Prozent. Wir haben dafür drei Tarife ausgewählt, die den Knochenaufbau ausdrücklich mitversichern. Sie unterscheiden sich in ihren Leistungen und passen dadurch zu unterschiedlichen Anforderungen. Alle drei stellen wir Ihnen hier vor.
Drei Tarife für Implantat und Knochenaufbau
Was alle drei verbindet: Sie zahlen vom ersten Tag an, eine Wartezeit hat keiner, und Knochenaufbau, Implantat und Krone sind bei jedem mitversichert. Worin sie sich unterscheiden, ist unter anderem, wie viel sie beim Zahnersatz erstatten, wie schnell die volle Leistung erreicht ist und was sie darüber hinaus abdecken.
Der Münchener Verein ZahnGesund 75+ leistet sogar dann, wenn Ihnen bereits ein Zahn fehlt - für den Ersatz eines bei Vertragsschluss fehlenden Zahns, solange Ihr Zahnarzt die Behandlung noch nicht angeraten hat. Für die Leser dieses Artikels ist das der entscheidende Punkt, denn ein Knochenaufbau wird meist genau dort nötig. Er erstattet 75 Prozent der Kosten für Zahnersatz, Zahnbehandlungen zu 100 Prozent und die professionelle Zahnreinigung bis 150 Euro im Jahr. Der Beitrag beginnt bei 18,90 Euro monatlich bei einem Eintrittsalter von 40 Jahren.
Die Allianz Mein Zahnschutz 90 ist im Handelsblatt-Ranking mit 100 von 100 Punkten als exzellent bewertet. Sie erstattet 90 Prozent der Kosten für Zahnersatz. Ihre volle Leistung erreichen Sie hier am schnellsten: schon ab dem vierten Versicherungsjahr gibt es keine Begrenzung mehr. Die professionelle Zahnreinigung erstattet sie zu 100 Prozent, ohne eine eigene Obergrenze. Der Beitrag beginnt bei 23,58 Euro monatlich bei einem Eintrittsalter von 40 Jahren.
Stiftung Warentest hat die Deutsche Familienversicherung Zahnschutz Exklusiv 100 zum Testsieger gekürt, mit der Note sehr gut. Sie erstattet 100 Prozent der Kosten für Zahnersatz - nach der Vorleistung Ihrer Krankenkasse bleibt für Knochenaufbau, Implantat und Krone nichts mehr offen. Sie hat außerdem die höchsten Erstattungsgrenzen der drei Tarife, was bei einem aufwendigen Eingriff mit externem Sinuslift den Ausschlag gibt. Der Beitrag beginnt bei 37,70 Euro monatlich bei einem Eintrittsalter von 40 Jahren. Solange Sie keine herausnehmbare Voll- oder Teilprothese tragen, steht Ihrer Aufnahme nichts im Weg - weitere Gesundheitsfragen stellt die Deutsche Familienversicherung nicht.
Was jeder dieser Tarife im Einzelnen leistet und was er kostet, steht mit allen Leistungen und Beiträgen auf unserer Vergleichsseite.
Alle Leistungen der drei Tarife im direkten Vergleich
- dazu eine durchgerechnete Beispielrechnung für ein Implantat mit Krone.
Jede Zahnzusatzversicherung hat eine Zahnstaffel: In den ersten Versicherungsjahren ist der erstattbare Betrag begrenzt, er wächst mit jedem Jahr und fällt danach ganz weg - bei der Allianz ab dem vierten, bei den beiden anderen ab dem fünften Versicherungsjahr. Je früher der Vertrag beginnt, desto höher ist deshalb der Betrag, den Sie im Behandlungsfall erstattet bekommen. Die Beträge gelten dabei für die ersten Versicherungsjahre zusammen, nicht als Budget, das sich jedes Jahr neu füllt.
Ein Punkt, der viele Leser dieses Artikels betrifft: Knochenschwund entsteht meist dort, wo ein Zahn schon länger fehlt. Der Befund steht dann oft bereits fest. Für genau diesen Eingriff kommt ein neuer Vertrag zu spät, daran ändert kein Tarif etwas. Sinnvoll ist der Abschluss trotzdem, nur mit anderem Ziel: Er sichert ab, was an Ihren übrigen Zähnen später einmal nötig wird, solange dort noch keine Behandlung angeraten ist. Sie müssen sich über den nächsten Fall dann keine Gedanken mehr machen.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Beim Knochenaufbau entscheiden nicht die üblichen Vergleichskriterien, sondern zwei Punkte, die genau zu diesem Eingriff gehören. Prüfen Sie sie in dieser Reihenfolge.
- Erstattungshöhe: Sie bestimmt, wie viel der Tarif von der Rechnung übernimmt. Bei diesen Summen macht das einen vierstelligen Unterschied.
- Zahnstaffel und Zeitpunkt: Knochenaufbau und Implantat zählen beide auf dieselbe Staffel, und die gilt kumuliert. Je näher der Eingriff, desto wichtiger sind hohe Grenzen von Anfang an oder eine Staffel, die früh ausläuft.
Was bleibt mit Versicherung?
Rechnen wir das mittlere Szenario durch: Einzelimplantat mit internem Sinuslift, Gesamtkosten 2.600 bis 4.350 Euro. Beim 100-Prozent-Tarif der Deutschen Familienversicherung liegt die Grenze nach drei Versicherungsjahren bei 5.250 Euro. Der Zahnersatz-Teil der Rechnung passt damit hinein: Knochenaufbau, Implantat, Abutment und Krone werden voll erstattet, für Sie bleibt bei diesen Posten nichts offen. Die Diagnostik im Vorfeld (150 bis 300 Euro) zählt nicht zum Zahnersatz und ist in dieser Rechnung deshalb nicht enthalten.
Beim aufwendigen Szenario mit externem Sinuslift (3.650 bis 5.900 Euro) kommt es auf den Zeitpunkt an. Nach vier Versicherungsjahren liegt die Grenze bei 7.000 Euro, dann ist auch der teuerste Fall vollständig gedeckt. Bei den beiden anderen Tarifen richtet sich die Erstattung nach dem Prozentsatz, sobald die Staffel ausgelaufen ist - bei der Allianz ab dem vierten, beim Münchener Verein ab dem fünften Jahr. Wer den Eingriff früher erwartet, achtet deshalb vor allem auf die Höhe der Staffel in den ersten Jahren.
Wichtig ist vor allem, wie lange der Vertrag beim Eingriff schon läuft: Je früher er begonnen hat, desto höher ist der Betrag, den die Versicherung von der Rechnung übernimmt. Auf die Terminplanung sollten Sie dagegen wenig setzen: Wer Knochenaufbau und Implantation auf zwei Versicherungsjahre verteilt, bekommt kein zweites Budget, sondern nur die Differenz zur nächsten Staffelstufe hinzu. Wer den Eingriff noch vor sich hat und noch keinen Befund kennt, hat dabei die größte Auswahl.
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Knochenaufbau selbst zahlen? Muss nicht sein.
Wie viel die Versicherung von Ihrer Rechnung trägt, entscheidet der Abstand zwischen Vertragsbeginn und Eingriff. Läuft der Vertrag früh genug, sind Knochenaufbau, Implantat und Krone bis zu 100 Prozent erstattet - und die übrigen Zähne sind für den nächsten Fall gleich mit abgesichert. Unter den drei Tarifen, die wir dafür ausgesucht haben, ist der im Handelsblatt-Ranking mit 100 von 100 Punkten als exzellent bewertete Tarif der Allianz.
Implantat-Kosten senken