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Zahnimplantat locker: Ursachen, Risiken, was tun?

Oft günstiger zu lösen als befürchtet

Wenn das Zahnimplantat locker wird, ist in 12,7 % der Fälle nur die Schraube gelöst - Kosten: 80 bis 280 EUR.

Das Wichtigste in Kürze

  • check Nicht jede Lockerung ist gleich: Bei einer Schraubenlockerung wackelt nur die Krone, das Implantat bleibt stabil und lässt sich für 80 bis 280 EUR beheben.
  • check Symptome wie Schmerzen oder Schwellungen deuten auf eine biologische Lockerung hin, bei der Periimplantitis den Knochen angreift.
  • check Die Behandlung reicht vom Schraubentausch bis zur chirurgischen Therapie mit Knochenaufbau.
  • check Eine Neuimplantation kostet 2.200 bis 5.000 EUR, die Krankenkasse übernimmt nur rund 300 EUR Festzuschuss.
  • check Eine Zahnzusatzversicherung senkt den Eigenanteil deutlich, muss aber vor dem Problem abgeschlossen werden.
Zahnimplantat locker: Ursachen, Risiken, was tun?
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Inhaltsverzeichnis

1. Wann ist ein lockeres Zahnimplantat gefährlich?

Ein Zahnimplantat sitzt normalerweise fest im Kieferknochen. Wenn es sich plötzlich bewegt oder die Krone wackelt, ist die Verunsicherung groß. Die entscheidende Frage lautet: Handelt es sich um eine harmlose Schraubenlockerung oder um ein biologisches Problem, das den Knochen betrifft?

Zahnärzte unterscheiden zwei Typen der Lockerung. Bei Typ 1, der prothetischen Lockerung, hat sich lediglich die Verbindungsschraube zwischen Implantat und Krone gelöst. Das Implantat selbst sitzt weiterhin stabil im Knochen. Dieser Fall lässt sich in der Regel schnell und unkompliziert beheben. Bei Typ 2, der biologischen Lockerung, wackelt das Implantat selbst. Hier liegt häufig eine Entzündung des umliegenden Gewebes vor, die bereits den Knochen angreift.

Bestimmte Warnsignale erfordern einen sofortigen Zahnarztbesuch: sichtbares Wackeln des Implantats, starke Schmerzen oder eitrige Absonderungen. In diesen Fällen kann jeder Tag Verzögerung den Knochenverlust verschlimmern. Weniger dringend, aber dennoch zeitnah innerhalb von ein bis zwei Wochen abzuklären: eine leicht wackelnde Krone, ein ungewohntes Druckgefühl oder gerötetes Zahnfleisch rund um das Implantat.

Quellen: AWMF S3-Leitlinie 083-023 (periimplantäre Infektionen)

2. Symptome: So erkennen Sie eine Lockerung

Nicht jedes Wackeln bedeutet das Gleiche. Um die richtige Reaktion zu wählen, hilft es zu verstehen, wie ein Implantat aufgebaut ist: Die Implantatschraube sitzt im Kieferknochen und verwächst dort mit dem Gewebe (Osseointegration). Darauf wird das Abutment, ein Verbindungsstück, geschraubt. Auf dem Abutment sitzt die sichtbare Krone. Je nachdem welches dieser Teile sich löst, unterscheidet sich der Schweregrad.

Typ 1: Schraubenlockerung (prothetisch)

Bei einer Schraubenlockerung bewegt sich die Krone auf dem Implantat, während das Implantat selbst fest im Knochen bleibt. Typische Symptome: Die Krone lässt sich leicht hin- und herbewegen, beim Kauen entsteht ein ungewohntes Klicken oder Druckgefühl. Schmerzen treten in der Regel nicht auf. Diese Art der Lockerung kommt vergleichsweise häufig vor. Studien zeigen eine Komplikationsrate von etwa 12,7 Prozent innerhalb der ersten fünf Jahre nach der Implantation.

Typ 2: Biologische Lockerung

Deutlich ernster ist die biologische Lockerung. Hier wackelt das Implantat selbst, weil der umgebende Knochen sich zurückbildet. Die häufigste Ursache dafür ist eine Periimplantitis, eine bakterielle Entzündung rund um das Implantat. Symptome sind Schmerzen beim Kauen, gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, Blutungen beim Zähneputzen und im fortgeschrittenen Stadium eitrige Absonderungen. Laut Langzeitstudien sind 12 bis 22 Prozent aller Implantate von einer Periimplantitis betroffen. Die Vorstufe, die sogenannte Peri-Implantat-Mukositis, tritt sogar bei bis zu 43 Prozent der Implantate auf.

🦷

Typ 1 vs. Typ 2: Die zwei Lockerungstypen im Vergleich

Typ 1

Schraubenlockerung (prothetisch)

Was wackelt:

Nur die Krone - das Implantat selbst bleibt fest im Knochen

Symptome:

Krone lässt sich leicht hin- und herbewegen, Klicken oder Druckgefühl beim Kauen, in der Regel keine Schmerzen

Häufigkeit:

Ca. 12,7 % Komplikationsrate innerhalb der ersten 5 Jahre

Typ 2

Biologische Lockerung

Was wackelt:

Das Implantat selbst, weil sich der umgebende Knochen zurückbildet

Symptome:

Schmerzen beim Kauen, gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, Blutungen beim Zähneputzen, im fortgeschrittenen Stadium eitrige Absonderungen

Häufigkeit:

12 bis 22 % aller Implantate von Periimplantitis betroffen

Der wichtigste Selbsttest: Versuchen Sie vorsichtig, die Krone mit zwei Fingern zu bewegen. Bewegt sich nur die Krone und Sie spüren dabei keinen Schmerz, handelt es sich wahrscheinlich um eine Schraubenlockerung. Bewegt sich das gesamte Implantat oder haben Sie Schmerzen und Schwellungen, sollten Sie umgehend Ihren Zahnarzt aufsuchen.

Quellen: ZWP Online

3. Warum werden Zahnimplantate locker?

Wer die Symptome kennt, will verstehen, warum es überhaupt zur Lockerung kommt. Die Ursachen unterscheiden sich je nach Lockerungstyp und dem Zeitpunkt, an dem das Problem auftritt.

Ursachen der prothetischen Lockerung (Typ 1)

Bei der Schraubenlockerung liegt das Problem nicht im Knochen, sondern in der Verbindung zwischen Implantat und Aufbau. Häufige Gründe sind eine Überlastung durch Fehlbiss oder nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus), ein zu niedriges Anzugsmoment der Abutmentschraube bei der Befestigung oder Konstruktionsmängel an der prothetischen Versorgung. In vielen Fällen lässt sich das Problem durch Nachziehen oder Austausch der Halteschraube beheben.

Ursachen der biologischen Lockerung (Typ 2)

Die biologische Lockerung entsteht, wenn der Knochen rund um das Implantat schwindet. Die mit Abstand häufigste Ursache ist die Periimplantitis, eine bakterielle Entzündung, die das Gewebe und den Knochen zerstört. Sie beginnt oft als Peri-Implantat-Mukositis, eine oberflächliche Zahnfleischentzündung, die bei schlechter Mundhygiene in die Tiefe fortschreitet. Weitere Ursachen sind eine zu frühe Belastung des Implantats vor vollständiger Einheilung oder ein Frühversagen, bei dem die Osseointegration in den ersten Wochen nach der Implantation nicht gelingt.

Risikofaktoren und zeitlicher Verlauf

Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko für Zahnimplantate deutlich. Rauchen gilt als Risikofaktor Nummer eins und verdreifacht das Periimplantitis-Risiko. Auch Diabetes, Osteoporose und unbehandelte Zahnfleischerkrankungen begünstigen einen Implantatverlust. Beim zeitlichen Verlauf unterscheiden Zahnmediziner zwischen Frühversagen, das in den ersten Wochen oder Monaten nach der Implantation auftritt, und Spätversagen. Spätversagen tritt Monate bis Jahre nach einer zunächst erfolgreichen Einheilung auf, was erklärt, warum ein Zahnimplantat auch nach Jahren noch locker werden kann. Über einen Beobachtungszeitraum von 20 Jahren liegt die Implantatverlustrate insgesamt bei etwa 4,5 Prozent.

Ob eine Vorerkrankung das Implantatrisiko zusätzlich erhöht, hängt vom Einzelfall ab. Unser Ratgeber zu Kontraindikationen für Zahnimplantate zeigt, wann besondere Vorsicht geboten ist.

Quellen: ZWP Online

4. Zahnimplantat locker: Was tun, Schritt für Schritt

Die Ursachen sind vielfältig, doch die erste Reaktion folgt immer dem gleichen Prinzip: Ruhe bewahren und die Dringlichkeit richtig einschätzen. Nicht jede Lockerung ist ein Notfall, aber jede Lockerung braucht zahnärztliche Abklärung.

Sofort handeln oder zeitnah abklären?

Wenn das Implantat sichtbar wackelt, Sie starke Schmerzen haben oder Eiter austritt, handelt es sich um einen Notfall. Rufen Sie sofort Ihren Zahnarzt oder den zahnärztlichen Notdienst an. Bei einer leicht wackelnden Krone ohne Schmerzen oder einem ungewohnten Druckgefühl reicht ein Termin innerhalb von ein bis zwei Wochen.

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Sofort zum Zahnarzt oder kann es warten?

Notfall - sofort anrufen

  • Implantat wackelt sichtbar
  • Starke Schmerzen
  • Eitrige Absonderungen

Zeitnah abklären (1-2 Wochen)

  • Leicht wackelnde Krone ohne Schmerzen
  • Ungewohntes Druckgefühl
  • Gerötetes Zahnfleisch rund um das Implantat

Notfall: Zahnimplantat rausgefallen

Falls das Implantat sich vollständig gelöst hat, gelten drei Regeln: Bewahren Sie das Implantat auf, ohne es zu reinigen oder zu desinfizieren. Versuchen Sie auf keinen Fall, es selbst wieder einzusetzen. Rufen Sie sofort in der Zahnarztpraxis an und schildern Sie die Situation. Der Zahnarzt kann anhand des Implantats und der Wundsituation beurteilen, ob eine erneute Implantation möglich ist.

Behandlung nach Lockerungstyp

Bei einer Schraubenlockerung öffnet der Zahnarzt den Schraubenkanal, entfernt die alte Halteschraube und setzt eine neue mit dem korrekten Anzugsmoment ein. Der Eingriff dauert in der Regel wenige Minuten und ist schmerzfrei.

Bei einer biologischen Lockerung durch Periimplantitis folgt die Behandlung einem stufenweisen Vorgehen gemäß der S3-Leitlinie der DGI und DGZMK. Zunächst reinigt der Zahnarzt das Implantat nicht-chirurgisch und entfernt bakterielle Beläge. Nach vier bis acht Wochen erfolgt eine Reevaluation. Zeigt sich keine Besserung, kann ein chirurgisch-rekonstruktiver Eingriff mit Knochenaufbau notwendig werden. Erst wenn auch das nicht zum Erfolg führt, kommt die Entfernung des Implantats als letzte Option in Betracht.

🦷

Stufentherapie bei Periimplantitis (S3-Leitlinie)

Nicht-chirurgische Behandlung

  • 1
    Nicht-chirurgische Reinigung

    Der Zahnarzt reinigt das Implantat nicht-chirurgisch und entfernt bakterielle Beläge.

  • 2
    4-8 Wochen Reevaluation

    Es wird geprüft, ob sich der Zustand durch die Reinigung gebessert hat.

Eskalation bei ausbleibender Besserung

  • 1
    Chirurgisch-rekonstruktiver Eingriff

    Zeigt sich keine Besserung, kann ein chirurgisch-rekonstruktiver Eingriff mit Knochenaufbau notwendig werden.

  • 2
    Entfernung als letzte Option

    Erst wenn auch das nicht zum Erfolg führt, kommt die Entfernung des Implantats als letzte Option in Betracht.

Quellen: AWMF S3-Leitlinie Periimplantitis

5. Kosten: Was Sie bei Implantatverlust selbst zahlen

Die Behandlung ist geklärt, doch eine Frage bleibt: Was kostet das alles? Die Antwort hängt davon ab, wie weit die Lockerung fortgeschritten ist. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt dabei weder die Implantatbehandlung selbst noch die Periimplantitis-Therapie oder den Knochenaufbau. Lediglich für den Zahnersatz auf dem Implantat, also die Krone, gibt es einen Festzuschuss von etwa 20 bis 25 Prozent der Regelversorgung.

Die folgenden vier Szenarien zeigen, mit welchen Kosten Sie je nach Schweregrad rechnen sollten.

Szenario Gesamtkosten GKV-Zuschuss
A: Schraubenlockerung 80-280 EUR 0 EUR
B: Periimplantitis Frühstadium 120-410 EUR 0 EUR
C: Periimplantitis fortgeschritten 300-1.500+ EUR 0 EUR
D: Neuimplantation 2.200-5.000 EUR ca. 300 EUR (Krone)

Im günstigsten Fall, einer einfachen Schraubenlockerung, fallen nur 80 bis 280 EUR für das Zahnarzthonorar und eine neue Halteschraube an. Bei einer Periimplantitis im Frühstadium kommen 120 bis 410 EUR für professionelle Reinigung und Lasertherapie zusammen. Schreitet die Entzündung fort, steigen die Kosten auf 300 bis über 1.500 EUR, weil chirurgische Eingriffe und Knochenaufbau nötig werden.

Das teuerste Szenario ist die vollständige Neuimplantation nach Implantatverlust. Ein konkretes Rechenbeispiel: Die Periimplantitis-Behandlung kostet 800 EUR, der Knochenaufbau 1.000 EUR, die Implantat-Entfernung 300 EUR, das neue Implantat 1.500 EUR und die neue Krone 1.200 EUR. Insgesamt ergeben sich Gesamtkosten von 4.800 EUR . Die GKV zahlt als Festzuschuss für die Krone etwa 300 EUR. Der Eigenanteil ohne Zusatzversicherung liegt damit bei rund 4.500 EUR.

🧮

Rechenbeispiel: Eigenanteil bei einer Neuimplantation

Periimplantitis-Behandlung + 800 EUR
Knochenaufbau + 1.000 EUR
Implantat-Entfernung + 300 EUR
Neues Implantat + 1.500 EUR
Neue Krone + 1.200 EUR
GKV-Festzuschuss (Krone) − 300 EUR
Eigenanteil ohne Versicherung: 4.500 EUR

Fazit:

Von den 4.800 EUR Gesamtkosten übernimmt die GKV nur den Festzuschuss für die Krone - rund 300 EUR. Ohne Zahnzusatzversicherung bleiben etwa 4.500 EUR Eigenanteil.

Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt bis zu 100 Prozent der Kosten für Zahnersatz, das Implantat und den Knochenaufbau eingeschlossen. Unser Vergleich für Zahnersatz stellt die drei Empfehlungen mit ihren Leistungen vor und rechnet ein Implantat mit Krone einmal komplett durch: Ein Implantat mit Krone komplett durchgerechnet, mit den Leistungen aller drei Empfehlungen . So wissen Sie vor der Behandlung, was Ihre Versicherung trägt.

6. Zahlt die Zahnzusatzversicherung bei lockerem Implantat?

Für eine Neuimplantation zahlen Sie schnell 4.500 EUR aus der eigenen Tasche. Diese Lücke können Sie absichern, entscheidend ist allein der Zeitpunkt: Für eine Behandlung, die Ihr Zahnarzt bereits angeraten hat, kommt der Abschluss zu spät - alles, was danach an Ihren übrigen Zähnen und Implantaten neu nötig wird, lässt sich absichern.

💡

Ein neues Implantat selbst zahlen? Muss nicht sein.

Eine gelockerte Schraube kostet Sie wenig, ein verlorenes Implantat sehr viel - und bei der Neuversorgung trägt die gesetzliche Krankenkasse nur den Festzuschuss auf die Krone. Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt bis zu 100 Prozent der Kosten für Zahnersatz, das neue Implantat und den Knochenaufbau eingeschlossen. Wir haben aus über 150 Tarifen drei ausgesucht, die genau diese Posten mitversichern, darunter den Testsieger von Stiftung Warentest.

Implantat-Kosten senken

Wir haben dafür drei Tarife ausgewählt, die Implantate und Knochenaufbau ausdrücklich mitversichern - genau die Posten, an denen die gesetzliche Krankenkasse am wenigsten trägt. Sie unterscheiden sich in ihren Leistungen und passen dadurch zu unterschiedlichen Anforderungen. Eine Wartezeit hat keiner der drei Tarife; sie leisten ab dem Tag, an dem der Vertrag beginnt.

Was jeder der drei Tarife bei einem neuen Implantat, beim Knochenaufbau und bei der Krone erstattet, steht mit allen Leistungen und einer durchgerechneten Beispielrechnung auf einer Seite: Die drei Empfehlungen für Zahnersatz mit ihren Leistungen und einer Spar-Übersicht für Krone, Brücke und Implantat . So kennen Sie die Zahlen, bevor die Neuversorgung ansteht.

Der Münchener Verein ZahnGesund 75+ leistet sogar dann, wenn Ihnen bereits ein Zahn fehlt - für den Ersatz eines bei Vertragsschluss fehlenden Zahns, solange Ihr Zahnarzt die Behandlung noch nicht angeraten hat. Er erstattet 75 Prozent der Kosten für Zahnersatz. Bei einem Eintrittsalter von 40 Jahren liegt der Beitrag bei 18,90 Euro monatlich.

Das Handelsblatt hat die Allianz Mein Zahnschutz 90 in seinem Ranking mit 100 von 100 Punkten bewertet, Wertung exzellent. Sie erstattet 90 Prozent der Kosten für Zahnersatz. Die Begrenzung der ersten Versicherungsjahre endet hier am schnellsten: Ab dem vierten Versicherungsjahr erstattet der Tarif ohne Grenze. Bei einem Eintrittsalter von 40 Jahren liegt der Beitrag bei 23,58 Euro monatlich.

Stiftung Warentest hat die Deutsche Familienversicherung Zahnschutz Exklusiv 100 zum Testsieger gekürt, mit der Note sehr gut. Sie erstattet 100 Prozent der Kosten für Zahnersatz - nach der Vorleistung Ihrer gesetzlichen Krankenkasse bleibt für ein neues Implantat und die Krone nichts mehr offen. Die erstattbaren Summen der ersten Versicherungsjahre sind hier die höchsten der drei. Bei einem Eintrittsalter von 40 Jahren liegt der Beitrag bei 37,70 Euro monatlich.

Wie jede Zahnzusatzversicherung haben die drei Tarife eine Zahnstaffel: In den ersten Versicherungsjahren ist der erstattbare Betrag zusammengenommen begrenzt. Je früher der Vertrag beginnt, desto höher ist die Summe, die im Fall einer Neuimplantation zur Verfügung steht. Wer heute abschließt, hat diese Summe bereits aufgebaut, wenn Jahre später ein Implantat ersetzt werden muss - und spätestens ab dem fünften Versicherungsjahr erstatten alle drei Tarife ohne Begrenzung.

Welcher der drei Tarife eine Neuimplantation am schnellsten in voller Höhe trägt, sehen Sie im direkten Vergleich der Leistungen: Was die drei Tarife tragen, wenn ein Implantat ersetzt werden muss - Leistungen und Beispielrechnung im Detailvergleich . Dort ist ein Implantat mit Krone einmal komplett durchgerechnet.

7. Fazit: Früh handeln schützt Ihr Implantat

Ein lockeres Zahnimplantat ist nicht automatisch ein Grund zur Panik. Eine Schraubenlockerung lässt sich schnell und günstig für 80 bis 280 EUR beheben, wenn Sie zeitnah Ihren Zahnarzt aufsuchen. Bei einer biologischen Lockerung durch Periimplantitis zählt dagegen jeder Tag: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser stehen die Chancen, das Implantat zu erhalten.

Die GKV übernimmt weder Implantatbehandlungen noch die Periimplantitis-Therapie. Bei einer Neuimplantation können Eigenanteile von 4.500 EUR und mehr entstehen. Wer Implantate trägt und heute beschwerdefrei ist, kann genau dieses Risiko absichern. Welcher Schutz zu Ihnen passt, hängt davon ab, was Ihnen wichtiger ist: eine möglichst hohe Erstattung oder hohe erstattbare Summen schon in den ersten Versicherungsjahren. Unser Tarifvergleich für Zahnersatz zeigt beides für alle drei Empfehlungen und rechnet ein Implantat mit Krone einmal komplett durch. Zu den drei Empfehlungen, die eine Neuimplantation mit Knochenaufbau mitversichern, samt Spar-Übersicht für Krone, Brücke und Implantat .

8. Häufige Fragen

Die ersten Anzeichen hängen davon ab, ob die Krone oder das Implantat selbst betroffen ist. Bei einer Schraubenlockerung wackelt die Krone leicht, oft begleitet von einem Klicken beim Kauen, ohne dass Schmerzen auftreten.

Bei einer biologischen Lockerung zeigen sich Warnsignale wie gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch, Blutungen beim Zähneputzen und ein ungewohntes Druckgefühl. Studien zeigen, dass die Vorstufe Peri-Implantat-Mukositis bei bis zu 43 Prozent aller Implantate auftritt, oft bevor weitere Symptome spürbar werden.

Beobachten Sie Veränderungen am Zahnfleisch rund um Ihr Implantat aufmerksam und vereinbaren Sie bei Auffälligkeiten zeitnah einen Termin bei Ihrem Zahnarzt.

Bewahren Sie das Implantat auf, ohne es zu reinigen oder zu desinfizieren, und versuchen Sie keinesfalls, es selbst wieder einzusetzen. Rufen Sie sofort Ihren Zahnarzt oder den zahnärztlichen Notdienst an.

Der Zahnarzt beurteilt anhand der Wundsituation und des Implantats, ob eine erneute Implantation möglich ist. In vielen Fällen muss der Knochen zunächst abheilen, bevor ein neues Implantat gesetzt werden kann. Die Kosten für eine Neuimplantation liegen bei etwa 2.200 bis 5.000 EUR.

Lassen Sie sich vor einem erneuten Eingriff einen detaillierten Heil- und Kostenplan erstellen, damit Sie die finanziellen Auswirkungen vorab kennen.

Ein Zahnimplantat kann auch Jahre nach der Einheilung locker werden, wenn sich der umliegende Knochen zurückbildet. Die häufigste Ursache dafür ist eine Periimplantitis, eine schleichende bakterielle Entzündung des Gewebes rund um das Implantat.

Dieses sogenannte Spätversagen tritt Monate bis Jahre nach einer zunächst erfolgreichen Osseointegration auf. Risikofaktoren wie Rauchen, das das Periimplantitis-Risiko verdreifacht, Diabetes und schlechte Mundhygiene beschleunigen diesen Prozess. Die Implantatverlustrate liegt über 20 Jahre bei etwa 4,5 Prozent.

Nehmen Sie halbjährliche Kontrolltermine beim Zahnarzt wahr und achten Sie auf eine gründliche Reinigung rund um das Implantat, um das Risiko zu senken.

Eine Neuimplantation nach Implantatverlust kostet in der Regel 2.200 bis 5.000 EUR. Dieser Betrag setzt sich aus Implantat-Entfernung, neuem Implantat, Implantatkrone und gegebenenfalls Knochenaufbau zusammen.

Die GKV zahlt nur einen Festzuschuss für die Krone von etwa 20 bis 25 Prozent der Regelversorgung, im Rechenbeispiel rund 300 EUR bei Gesamtkosten von 4.800 EUR. Den Rest, in diesem Fall etwa 4.500 EUR, tragen Sie selbst.

Vergleichen Sie vor dem Eingriff mindestens zwei Angebote und prüfen Sie, ob eine bestehende Zahnzusatzversicherung einen Teil der Kosten übernimmt.

Nein, die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt weder die Behandlung eines lockeren Implantats noch die Periimplantitis-Therapie oder den Knochenaufbau. Auch die Entfernung eines gescheiterten Implantats ist eine Privatleistung.

Die GKV zahlt ausschließlich einen Festzuschuss für den Zahnersatz, also die Krone auf dem Implantat. Dieser liegt bei etwa 20 bis 25 Prozent der Regelversorgung und kann mit einem gepflegten Bonusheft auf 30 bis 40 Prozent steigen.

Prüfen Sie, ob eine Zahnzusatzversicherung für Sie sinnvoll ist, solange Ihre Implantate noch intakt sind. Bestehende Probleme sind bei allen Tarifen von der Erstattung ausgeschlossen.

Eine lockere Krone bedeutet, dass sich die sichtbare Zahnkrone auf dem Implantat gelöst hat, meist durch eine gelockerte Abutmentschraube. Das Implantat selbst sitzt weiterhin fest im Knochen. Dieses Problem lässt sich in der Regel schnell beheben.

Ein lockeres Implantat dagegen bedeutet, dass die Implantatschraube selbst im Knochen wackelt. Hier liegt ein biologisches Problem vor, häufig eine Periimplantitis mit Knochenabbau. Die Komplikationsrate für Schraubenlockerungen beträgt etwa 12,7 Prozent in fünf Jahren.

Testen Sie vorsichtig mit zwei Fingern: Bewegt sich nur die Krone ohne Schmerzen, ist es wahrscheinlich eine Schraubenlockerung. Bewegt sich das gesamte Implantat, suchen Sie sofort Ihren Zahnarzt auf.

Die Entfernung eines Implantats ist die letzte Option und kommt erst in Betracht, wenn alle anderen Behandlungsschritte keinen Erfolg gebracht haben. Gemäß der S3-Leitlinie der DGI und DGZMK wird zunächst nicht-chirurgisch behandelt, dann nach vier bis acht Wochen reevaluiert und bei Bedarf chirurgisch-rekonstruktiv vorgegangen.

Ein sofortiges Entfernen ist nötig, wenn das Implantat sich bereits stark gelöst hat, der Knochen massiv abgebaut ist oder eine unkontrollierbare Infektion vorliegt. Über 20 Jahre müssen etwa 4,5 Prozent aller Implantate entfernt werden.

Holen Sie vor einer Entfernung eine Zweitmeinung ein und klären Sie die Möglichkeiten einer erneuten Implantation nach Ausheilung.

Nein, wenn das Implantat bereits locker ist oder eine Periimplantitis diagnostiziert wurde, kann keine neue Zahnzusatzversicherung abgeschlossen werden, die diese Behandlung erstattet. Alle Tarife schließen laufende, angeratene oder begonnene Behandlungen aus.

Der Grund liegt in der Gesundheitsfrage bei Vertragsabschluss: Bestehende Probleme müssen angegeben werden und führen zum Leistungsausschluss für genau diese Behandlung. Eine Zahnzusatzversicherung schützt vor zukünftigen Problemen, nicht vor aktuellen.

Schließen Sie eine Zahnzusatzversicherung ab, solange Ihre Implantate beschwerdefrei sind. Sie übernimmt bis zu 100 Prozent der Kosten für Zahnersatz, das Implantat und den Knochenaufbau eingeschlossen.

Ein neues Implantat selbst zahlen? Muss nicht sein.

Für ein neues Implantat und den Knochenaufbau übernimmt eine Zahnzusatzversicherung bis zu 100 Prozent der Zahnersatzkosten.

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